ABC der Stickerei

Gestickte Motive werden auf computergesteuerten Stickautomaten hergestellt. Dazu wird immer eine Datei mit Stickdaten benötigt, diese nennt man Punchdatei. Die Vorlage für ein Stickmuster kommt immer vom Kunden als Logo , egal ob mit Bleistift, Filzstift, Computer, Muster auf Papier per Post oder per e-mail im Dateiformat TIFF, PICT, GIF, JEPG. Als Vorlage für die Erstellung von Logos/Aufnähern wäre eine Vektorgrafik optimal. Größenanpassungen, Änderungsvorschläge unsererseits, Farbänderungen etc. können mit diesem Dateityp unkompliziert und schnell ausgeführt werden.Bilder, wie z. B. .jpg, .gif etc. dürfen in diesen Vektordateien nicht eingebettet sein !Neben einer Corel Draw Datei (Dateiendung .cdr - bitte nur bis Version 10.0) eignen sich auch in aller Regel, Dateien mit der Endung .ai.

Hilfreich ist hier immer, wenn möglich, im Maßstab 1:1, genaue Maßangaben und Farbangaben sind natürlich unerlässlich. Diese Vorlage wird direkt auf den Bildschirm eingescannt.

Mit einem speziellen Software-Programm wird nun die Stickdatei erstellt. Es werden die Stickart, die Stichänge, die Stickdichte, Farbwechsel und deren Reihenfolge usw. festgelegt. Bei der Produktion können Muster mit bis zu 15 verschiedenen Farben vollautomatisch hergestellt werden. Bei einem Wechsel von Farbe zu Farbe erfolgt automatisch das Abschneiden und Vernähen der Fäden. Ein auftretender Fadenbruch wird von der Maschine sofort erkannt, von der Maschinenbedienung behoben und nachgestickt. Die zu bestickenden Teile werden in Einzelrahmen genau an der Stelle eingespannt, an welcher die Stickerei erfolgen soll. Um das Stickmaterial zu stabilisieren, wird ein Flies oder eine wasserlösliche Folie mit in den Rahmen eingespannt, dies führt zu einer exakten und genauen Ausführung des Musters.

Nach der Fertigstellung wird das bestickte Teil ausgespannt, das Flies oder die Folie vorsichtig entfernt und die Stickerei nochmals kontrolliert.

Sehen Sie sich an wie eine Stickerei entsteht.
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